
Heute fällt uns das Abschied nehmen schwer. Nicht nur der Nieselregen ist
Grund dafür. Bei Gordon und Helen war es wieder sehr schön. Liebevoll
kümmert sich Helen um ihre Gäste und um uns noch etwas mehr. Sie sagt, für
die Zeit in der wir bei ihr sind hat sie vier statt ihrer zwei Kinder.
Bei Sonnenschein und Nieselregen fahren wir zur Fähre. Während der kurzen Überfahrt verziehen sich die letzten Regenwolken sodass wir bei schönem Wetter von Kilchoan in Richtung Mallaig fahren. Die Straße ist schmal und kurvig, geht mal nach rechts, mal nach links, mal nach oben, mal nach unten und manchmal alles zusammen. Mal liegt Splitt auf der Straße, mal regnet es. Manchmal auch Beides. Die Fahrt ist abwechslungsreich und spannend. Hinter jeder Kurve öffnen sich neue Aussichten, manchmal leider direkt in die Scheinwerfer eines entgegenkommenden Autos. Meistens ist es jedoch die Landschaft, die uns fasziniert.
Ein Zwischenstopp bei einem Tearoom artet dann jedoch zum Kraftakt aus. Der Schotter auf dem Parkplatz war so tief, dass sich das Vorderrad regelrecht eingegraben hat. Jetzt habe ich auch den Beweis, dass bei eingeschlagenem Lenker und blockiertem Vorderrad das Zweirad der Physik gehorchend nach innen fällt. Zum Glück kamen zwei Schotten vorbei und halfen uns, den schweren und voll bepackten Dampfer wieder aufzurichten. Frisch gestärkt nehmen wir die letzten Meilen bis zur Fähre unter die Räder.
Die Überfahrt nach Skye ist kurz und schmerzlos, dafür sind wir jetzt mitten im Touristen Rummel. Vorbei ist erst einmal die Ruhe und Einsamkeit. Für heute soll uns das aber nicht weiter stören. Wir fahren die letzten Meilen nach Portree. Meine Äußerung über das schöne Wetter verursachte fast augenblicklich einen Regenschauer von beträchtlicher Intensität. Ab da hab ich dann meine Klappe gehalten und wir kamen bei strahlendem Sonnenschein in Portree an.
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